Am Abend des 10. Juni fand auf der Möserer Landesstraße L36 eine großangelegte Katastrophenschutzübung statt. Übungsannahme war ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen zwischen der Einfahrt Lottensee und der Ortseinfahrt Mösern. Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte mehrerer Blaulichtorganisationen sowie die Gemeindeeinsatzleitung im Einsatz.
Das realitätsnah dargestellte Szenario stellte die Einsatzkräfte vor eine herausfordernde Lage: Beteiligt waren unter anderem ein Reisebus, ein Linienbus, ein LKW, mehrere PKW, ein Traktor sowie ein Moped. Insgesamt mussten 37 betroffene Personen betreut, gerettet und versorgt werden, 15 davon waren im Übungsszenario teils schwer verletzt. Weitere Personen galten zunächst als vermisst.
Als ersteintreffende Rettungskraft hatte die SLG Mösern die Aufgabe, die Lage zu stabilisieren. Nach der Ankunft erfolgten eine erste Erkundung des Schadensbildes sowie eine Lagemeldung an die Einsatzleitung. Parallel dazu wurden erste Maßnahmen zur Patientenbetreuung im Linienbus, im Reisebus sowie bei den beteiligten PKW auf der Landesstraße eingeleitet. Ebenso wurden der Brandschutz vorbereitet und erste Sicherungsmaßnahmen am LKW sowie am PKW im Bereich der Holzladung durchgeführt.
Im weiteren Verlauf wurde der Übungsbereich durch Einsatzleiter ABI Matthias Hagele gemeinsam mit Einsatzabschnittsleiter BM Tobias Schneider in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt. Der abgestürzte PKW wurde durch die Feuerwehr Seefeld gemeinsam mit der Bergrettung bearbeitet. Der Bereich Traktor wurde der Feuerwehr Telfs zugeteilt. Beim Reisebus unterstützten die SLG Mösern, die Feuerwehr Telfs, die Polizei sowie das Rote Kreuz. Im Anschluss erfolgte eine Suchaktion nach fünf vermissten Personen aus der Reisegruppe. Der PKW auf der Landesstraße wurde durch die Feuerwehr Telfs und die SLG Mösern betreut, der PKW in Seitenlage durch die Feuerwehr Telfs. Beim Linienbus unterstützte die SLG Mösern die Rettungskräfte bei der Betreuung und Versorgung der betroffenen Personen.
An der Übung beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren Telfs, Mösern, Seefeld und Wildermieming, das Rote Kreuz Telfs, Imst, Mötz und Seefeld, die Polizeiinspektionen Telfs und Seefeld, die Bergrettung Telfs sowie die Österreichische Rettungshundebrigarde. Aufgrund des angenommenen Schadensausmaßes wurde auch die Gemeindeeinsatzleitung hochgefahren, um den Übungseinsatz zu koordinieren und die eingesetzten Kräfte bestmöglich zu unterstützen.
Ziel der Katastrophenschutzübung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen bei einem Großschadensereignis zu trainieren. Besonders die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften vor Ort, der Einsatzleitung, den Einsatzabschnittsleitern, der Gemeindeeinsatzleitung und den beteiligten Organisationen konnte unter realitätsnahen Bedingungen beübt werden. Auch die Abläufe bei der Alarmierung, Lageführung, Personenrettung, Betreuung unverletzter Personen, Suche nach Vermissten sowie beim Abtransport verletzter Personen wurden intensiv trainiert.
Nach mehreren Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Alle vermissten Personen wurden gefunden, die verletzten Personen versorgt und die beteiligten Fahrzeuge geborgen.
Ein besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Einsatzkräften und Organisationen für die professionelle Zusammenarbeit. Ebenso bedanken wir uns bei Kommandant stv. OBI Mario Schrott und Ausbildungsleiter HLM Philipp Hosp für die Ausarbeitung und Vorbereitung des authentischen Unfallszenarios. Ein weiterer Dank gilt dem Roten Kreuz Telfs, insbesondere Derflinger Florian und Lindner Rainer, für die Unterstützung bei der Übungsausarbeitung sowie für die realistische Darstellung der verletzten Personen. Ebenso bedanken wir uns bei der Marktgemeinde Telfs, vor allem bei Auer Manfred und Föger Laura, für die wertvolle Unterstützung während der gesamten Übungsplanung. Auch den Gemeindewerken Telfs gilt ein herzlicher Dank für die zur Verfügung gestellten Unfallfahrzeuge.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Einsatzvorbereitung. Sie zeigen, wie entscheidend eine gute Zusammenarbeit, klare Kommunikation und regelmäßiges Training sind, um im Ernstfall rasch und professionell helfen zu können.
CC: Hagele Thomas (FF Telfs) & Florian Fischer (PI Telfs)







































































































































